Um die wenigen Frauen, die sich bisher aktiv an der Gestaltung der Digitalisierung in Deutschland beteiligen, zu vernetzen, haben wir sie zum Frühstück eingeladen. Vor dem Auftakt des Digital-Gipfels der Bundesregierung trafen sich rund 25 digitalbewegte Frauen mit Alexandra Geese sowie der grünen Bundestagsabgeordneten Anna Christmann und der grünen Landesvorsitzenden Mona Neubaur in Dortmund, um diese Fragen zu besprechen: Was muss geschehen, damit sich mehr Frauen in IT-Unternehmen, Forschungszentren und Hörsälen mit digitalen Themen beschäftigen? Wie schaffen wir es, dass Frauen bei der Gestaltung der digitalen Zukunft eine gleichberechtigte Stimme bekommen? Was muss sich in der Bildungskette ändern, damit sich mehr Mädchen für Fächer wie Informatik begeistern? Welchen Beitrag können Frauennetzwerke und Mentoring Programme leisten, um Frauen zu unterstützen?

Viele Teilnehmer*innen sprachen sich dafür aus, Frauen nicht in die Opferrolle zu drängen, sondern mit der Digitalisierung die Chance zu ergreifen, mehr Gerechtigkeit für alle Gruppen in der Bevölkerung herzustellen und diese Chancen herauszustellen. Etwa, indem Anwendungen künstlicher Intelligenz so fair mit Daten gefüttert werden, dass sie Vorverurteilungen, Rollenklischees und Mechanismen in der Gesellschaft überwinden können. Klar sprachen sich die Teilnehmerinnen auch für mehr Informatik-Unterricht in den Schulen, für mehr selbstverständliche Begeisterung für MINT-Fächer und mehr starke Vorbilder aus. Insgesamt war es ein spannendes Treffen, aus dem für die politische Arbeit auf Landes-, Bundes- und Europaebene viele Impulse hervorgehen.

Wir hoffen, dass der nächste Digital-Gipfel der Bundesrepublik stärker als bisher die unterschiedlichen Gruppen in der Bevölkerung beteiligt. Weniger als ein Viertel Frauen auf den Podien sind uns deutlich zu wenig.