„Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“: Wie Deepfakes genutzt werden, um kranke Menschen auszubeuten – und die Plattformen daran verdienen
Liebe Freund*innen!
Den Arzt, Komiker und Wissenschaftsvermittler Eckart von Hirschhausen kennen in Deutschland fast alle. Seinen guten Ruf nutzen skrupellose Betrüger. Sie erstellen KI-Deepfakes, in denen Menschen bestenfalls nutzlose, oft auch schädliche Produkte empfiehlt. Das Marketing wird durch ein ausgeklügeltes Telefonsystem abgerundet. Laut Berechnungen einen von Dr. von Hirschhausen beauftragten Instituts haben 12% aller Deutschland diese falschen Empfehlungen gesehen. Wie viele Menschen gesundheitliche Schäden erlitten haben, wissen wir nicht. Aber allein der ökonomische Schaden ist enorm.
Eckart von Hirschhausen hat darüber einen sehr empfehlenswerten Film gedreht, den ihr hier sehen könnt (ich bin auch dabei).
Meta verdient daran Milliarden. Laut Reuters gingen 10% seines Umsatzes allein auf betrügerische Anzeigen zurück – 16 Milliarden Dollar, die mit kriminellen Machenschaften verdient werden. Jeden Tag werden Menschen auf Facebook und Instagram betrügerische 15 Milliarden Anzeigen gezeigt. Das Verrückte ist: Die Quelle ist ein Dokument, das Meta selbst erstellt hat. Dank umfassender Datenprofile und zielgenauem Targeting werden kranke und verzweifelte Menschen zur einfachen Beute der Betrüger. Meta kassiert und kassiert und kassiert.
Könnt ihr euch eine Supermarktkette vorstellen, die 10% ihres Umsatz mit rechtswidrigen Produkten verdient? Eine Apotheke, ein Autohaus, ein Medienunternehmen? Sie alle müssen sich an geltendes Recht halten. Warum wird Kriminalität bei Meta einfach toleriert?
Der Schaden für das Vertrauen in Demokratie und Rechtsstaat ist groß. Eckart von Hirschhausen hat sich gegen Meta durch alle Instanzen geklagt – und gewonnen. Aber Millionen von Bürgerinnen und Bürger sehen weiter falsche Anzeigen, in denen er angeblich fragwürdige Mittel bewirbt.
Die EU-Kommission tut: NICHTS. Aus Angst vor der US-Regierung. Sie will keinen Ärger mit Trump und den Tech-Bros. Ich will ein starkes Europa und eine Europäische Komission, die für die Menschen in Europa arbeitet und nicht für die Tech-Konzerne. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir Eckart von Hirschhausen und seinen Anwalt Chan-jo-Jun im Binnnenmarktausschuss des Europäischen Parlamentes anhören können. Dort muss die Kommission ihr Nichtstun rechtfertigen.
Was ihr tun könnt: Schaut euch den Film an und redet drüber! Denn gegen die Fake-Mafia und die Tech-Bros kommen wir nur mit öffentlichem Druck an!
Mit kämpferischen Grüßen,
Eure Alexandra